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Motocross Enduro - 02/2016

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Auf ein Neues Die ersten Zeilen dieser Ausgabe wollen wir nutzen, um euch ein erfolgreiches und vor allem gesundes neues Racingjahr 2016 zu wünschen! Wir starten heuer mit einem Besuch bei den Fahrwerksspezialisten von WP! Genauer gesagt, bei Christian Meier von WP Germany. In Fachkreisen gilt Christian mit seinem geballten Knowhow in Sachen Fahrwerk als Koryphäe und er hat uns sogar in seine heiligen Hallen mitgenommen, wo wir ihm ein wenig über die Schulter schauen durften. Das Fahrwerk zählt zu den wichtigsten Baugruppen eines Motorrades, wenn es gar um Rennsport geht, zählt dieser Fakt gleich doppelt. Nur mit einem perfekt arbeitendem Fahrwerk sind Spitzensportler in der Lage, Höchstleistungen zu vollbringen.

SUPERENDURO-WM - RIESA/D

SUPERENDURO-WM - RIESA/D Der zweite Heat im SuperEnduro ist stets etwas Besonderes. In diesem wird in umgekehrter Startreihenfolge gefahren. Sprich, die langsameren Fahrer stehen vorn, die schnellen Jungs hinten! Also gewissermaßen das Salz in der Suppe eines jeden SuperEnduro-Events, denn in eben diesem zweiten Durchgang müssen sich die Topfavoriten durchs komplette Fahrerfeld arbeiten, um zu gewinnen. Hier war es Alfredo Gomez, der den Holeshot zog und im Anschluss sein komplettes fahrerisches Können bewies, indem er einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg hinlegte. Der Spanier konnte seine Werks-Husqvarna in dem für ihn typischen ruhigen Fahrstil um den Parcours bewegen und sicherte sich so einen umjubelten Laufsieg. Hinter ihm gelang es Mario Roman vier Runden lang, die 2. Position vor der heranstürmenden Meute zu halten. In Runde 5 hatte es Cody Webb nach einem sehr guten Start geschafft, sich aus der zweiten Reihe an die 2. Position zu setzen und er konnte diese auch bis zur Zielflagge halten. Kurios – gleiche Szene nur eben im zweiten Lauf, wieder geraten Haaker und Blazusiak an exakt gleicher Steller aneinander Taylor Robert sah fast wie der sichere Sieger des dritten Laufes aus Ebenfalls gut gestartet waren die zwei Crashpiloten des ersten Laufs, Taddy Blazusiak und Colton Haaker. Es hatte schon etwas von einer Slapstickeinlage, als beide, wie schon im ersten Heat, in der Sandpassage aneinandergerieten. Wieder war es Haaker, der zu Boden ging und beim Aufrichten seines Motorrades dem vorbeidrängenden Blazusiak in die Quere kam. Letzterer wühlte sich im tiefen Sand in einer Vollgasorgie kopfschüttelnd unter tosendem Applaus an seinem Konkurrenten vorbei, während der versuchte, seine Husky wieder in Gang zu bringen. Wenig begeistert von dieser Aktion und sichtlich aus dem Rhythmus unterlief Blazusiak wenig später ein weiterer Fehler, der ihn wichtige Positionen kostete. Damit endete der zweite Lauf für Taddy auf Platz 6 und für Colton auf Rang 7. Clever fuhr indes Walker, der diesem Gerangel einfach aus dem Weg ging und sich so einen guten 3. Platz sichern konnte. Dieses Ergebnis sollte ihm im Nachhinein einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung sichern! Im alles entscheidenden dritten Heat, nun wieder in der eigentlichen Startreihenfolge, krachte es gleich zu Beginn recht ordentlich! Aufmerksame Leser ahnen es bereits, richtig, wieder zogen sich die Nummern 10 und 111 wie zwei Magnete magisch an. Während diesmal Robert den Holeshot zog, räumten sich Haaker und Blazusiak im Startgerangel gegenseitig ab. Der US-Boy konnte seine Fahrt relativ schnell fortsetzen, ganz im Gegenteil zu Blazusiak, der sich erst einmal aufrappeln musste, um dem Feld hinterherzueilen. Wer nun dachte, alles sei gelaufen, der irrte sich gewaltig! An der Spitze schien für Taylor Robert bis kurz vor Schluss alles wie am Schnürchen zu laufen. Bis dato hatte der US-Boy seine Führung zuerst gegen Cody Webb und später gegen Jonny Walker erfolgreich verteidigt. Walker versuchte allerdings, im letzten Drittel nochmals alles, um Robert unter Druck zu setzen und tatsächlich ließ sich der erfahrene KTM-Profi in einen winzigen Fehler treiben. Im letzten Umlauf wurde Robert ausgerechnet das Steinfeld zum Verhängnis, in dem er kurz zu Boden ging und den Sieg verspielte. Neben Walker nutzte auch Haaker die Chance, um an Robert vorbeizugehen. Damit standen die Topdrei des letzten Heats mit Walker, Haaker und Robert fest. Kaum einer hatte in diesem Durcheinander bemerkt, welch sensationelle Aufholjagd Taddy Blazusiak herbeigezaubert hatte! Der tauchte nach absolvierter Renndistanz urplötzlich auf Platz 4 auf. Nach seinem Startcrash mit Haaker zündete der KTM-Werkspilot den Turbo und überholte bereits in den ersten beiden Runden acht (!) Fahrer. Mit mächtig Wut im Bauch gelang ihm in den folgenden sieben Runden das Kunststück, weitere vier Fahrer, unter denen sich auch Webb befand, zu überholen! Die Rennleitung musste also den Rechenschieber auspacken, denn mit diesem Ergebnis wurde es noch einmal eng. Nach wenigen Minuten stand fest: Webb sicherte sich mit 49 Punkten einen denkbar knappen Gesamtsieg vor Walker (48) und Haaker (46). Taddy Blazusiak landete in der Endabrechnung auf einem undankbaren 4. Platz, Teamkollege Alfredo Gomez wurde Fünfter. 62 MCE Februar '16

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