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Motocross Enduro - 05/2016

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Der Mai wird sportlich Temperaturen weit oberhalb des Nullpunktes lassen auch die letzte Couch-Potato aus dem Winterschlaf erwachen. Vielerorts haben die Streckenbetreiber alles daran gesetzt, die ersten warmen Frühlingstage für ihre Saisoneröffnung zu nutzen. Das MCE-Testteam begrüßt den Frühling mit Husqvarnas „701“ Enduro. Wir durften diese nagelneue Travel-Enduro als eines der ersten Magazine in Deutschland unter die Lupe nehmen und mit ihr zahlreiche Kilometer abspulen. Bewaffnet mit einem 690-ccm-Einzylinder-Viertaktmotor wirft die Husqvarna satte 67 Pferdestärken in die Waagschale. Damit ist man motorseitig schon einmal gut ausgestattet und auch optisch macht die 701 einen schnittigen Eindruck...

INTERVIEW: MANUEL

INTERVIEW: MANUEL LETTENBICHLER Die Kollegen von EnduroABC haben mit Manuel Lettenbichler ein nettes Interview geführt, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Der junge Bayer hat eine sensationelle Saison hinter sich und konnte die SuperEnduro-Junioren-Klasse mit dem Weltmeistertitel beenden. Ein historischer Erfolg, auf den Manuel lange hingearbeitet hat. Manuel Lettenbichler war völlig dominant in dieser Saison, er holte 15 von 18 Siegen im Rahmen der SuperEnduro-Junioren-Weltmeisterschaft. Kurz bevor er sich voll und ganz auf die anstehende Hard-Enduro- Saison konzentriert, hat „Mani“ von seiner fast perfekten Saison und seinen Träumen für die Zukunft erzählt ... 70 MCE Mai '16

HISTORISCHER ERFOLG Hallo Mani, es ist erst deine zweite Saison im Super Enduro, erzähl’ uns doch etwas mehr über dich ... Manuel Lettenbichler: Hallo, mein Name ist Manuel Lettenbichler, ich bin 17 Jahre alt. Ich habe mein erstes Trial-Bike bekommen, als ich fünf Jahre alt war. Seitdem habe ich hart trainiert und war motiviert, ein professioneller Offroadfahrer zu werden. Vor drei Jahren bin ich vom Trial zum Enduro gewechselt, weil es mir mehr Spaß macht. Im letzten Jahr bestritt ich dann meine erste SuperEnduro-Saison und es war schon ein Erfolg für mich, die Juniorenklasse auf dem 3. Platz der Gesamtwertung zu beenden. Seit Samstag, 19.3.2016, bin ich der neue SuperEnduro-Juniorenweltmeister, es ist so genial und motiviert mich noch mehr für die Zukunft! Konntest du deinen Juniorentitel denn schon richtig feiern? Natürlich sind wir mit allen Fahrern und meiner Familie direkt nach dem Ereignis zu einer Party gegangen. Wir hatten so viel Spaß, ich genoss es sehr. Aber bis zum Start der Hard-Enduro-Saison Anfang April habe ich nicht wirklich eine Pause. Hast du nach der guten ersten Saison 2014/2015 damit gerechnet, dass du in der jetzigen Saison so dominant sein könntest? Na ja ... Nicht wirklich, ich wusste nicht, wie gut neue Fahrer wie Blake Gutzeit oder Luis Oliveira sind. Also habe ich nicht erwartet, in dieser Saison so dominant zu sein. Es ist auch eine lange Saison mit sechs Runden, in denen alles passieren kann. Aber ich war in einer wirklich guten Form, um mit all diesen guten Fahrern zu kämpfen. Du bist zwar noch jung, aber trotzdem schon ein sehr technischer Fahrer. Woran liegt das? Ich fuhr elf Jahre lang Trial, bevor ich mit Enduro anfing. Mein Vater war ebenfalls ein sehr guter Trialfahrer und hat mir alles beigebracht, was man auf dem Bike bringen muss. Ich selbst denke, Trial ist die beste Schule, um später harte Endurorennen bestreiten zu können. Denn diese sind ebenfalls sehr technisch und im Trial bekommst du das richtige Feeling, um dein Bike entsprechend zu fahren. Was war deiner Meinung nach der beste Track der Saison? Schwer zu sagen. Jeder Track war anders, aber die schönsten Strecken waren Brasilien und Prag. Die Jungs dort haben einen wirklich guten und professionellen Job gemacht. Es scheint, als ob du immer noch einige Probleme auf schnellen Strecken wie der in Argentinien hast ... Das war nicht mein Tag. Ich habe zu viele Fehler gemacht und hatte einen großen Crash im zweiten Heat. Ich komme vom Trial und mag lieber die schwierigeren und technischen Tracks. Aber ich habe im vergangenen Jahr sehr viel auf Motocrossstrecken trainiert, um die Geschwindigkeit und das Gefühl für die Sprünge zu bekommen. Das klappt viel besser als vor zwei Jahren. Ich werde härter trainieren, damit ich die schnellen Sachen noch besser hinbekomme. Was machst du, wenn du kein Rennen fährst? Seit Dezember letzten Jahres kann ich wie ein echter Profifahrer leben. Das bedeutet, ich verbringe die meiste Zeit damit zu trainieren. Wenn ich keine Rennen fahre oder kein Training ansteht, hänge ich mit Freunden ab oder genieße meine Zeit in den Bergen mit Skifahren, Mountainbiken oder Wandern. Gehst du noch zur Schule? Ich habe die Schule im vergangenen Jahr beendet. Dein Vater ist ein Hardenduro-Spezialist. Ist es nicht manchmal schwierig, der Sohn von Andreas Lettenbichler zu sein? Nein. Ich bin so stolz, der Sohn eines der besten Hardenduro-Fahrer der Welt zu sein. Er ist der beste Trainer und Papa, den ich mir vorstellen kann. Möchtest du auch so eine große Karriere im Hardenduro hinlegen oder willst du deinen ganz eigenen Weg gehen? Der Plan ist, sich jetzt im Sommer auf Hardenduro zu konzentrieren und im Winter auf SuperEnduro. Aber das kann sich jederzeit ändern. Was ist dein Ziel für die erste Saison in der Prestigeklasse im Jahr 2017? Ich werde mein Bestes geben, um in die Topacht zu kommen. Ich bin mir sicher, dass in der neuen Saison 2017 einige neue Erfahrungen auf mich warten. Welches Motorrad wirst du fahren? Bleibst du bei KTM-Factory? Ja, ich werde mit KTM in die nächsten Saison gehen, aber ich werde von einem 300er Zweitakt- auf ein 250er Viertakt-Motorrad wechseln. Was wirst du versuchen, für die nächste Saison zu verbessern? Ich werde hart an meiner Geschwindigkeit auf dem Track arbeiten. Dazu muss ich viel Motocross fahren, um die Geschwindigkeit der besten Jungs der Prestige-Klasse zu erreichen. • Text: EnduroABC; Übersetzung: Marco Burkert; Fotos: KTM Abschießend – In drei Worten ... WAS HÄLTST DU VON ...? Superenduro: Rock and Roll Juniorenklasse: Chance für Jugendliche Blake Gutzeit: muss fehlerfreier Fahren Benjamin Herrera: Chiles Topfahrer Wade Young: Nice guy Tim Apolle: Hat viel Erfahrung in der Saison gesammelt Luis Oliveira: Rivale der Saison Colton Haaker: der Champion Cody Webb: lässigster Fahrer auf der Strecke Jonny Walker: der wahre Champion Taddy Blazusiak: höchst professionell STECKBRIEF Name: Manuel Lettenbichler Nickname: Mani Nationalität: Deutsch Geburtsdatum: 30. April 1998 Geburtsort: Rosenheim, Bayern Nummer: 304 Karrierehöhepunkte: 2014: 18. Erzberg Rodeo, jüngster Finisher in der Erzberg-Geschichte 2015: 3. SuperEnduro-Junioren-Weltmeisterschaft 5. RedBull 111 Megawatt 2016: SuperEnduro-Juniorenweltmeister 71 MCE Mai '16

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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