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Motocross Enduro Ausgabe 04/2017

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TEST: HONDA CRF 450 R

TEST: HONDA CRF 450 R WAHLMODI „EMSB“ (Angaben laut Hersteller) Modus 1 (Standard) bietet eine Allround-Einstellung, bei der Kraftentfaltung und Drehmomentverlauf für die meisten Strecken, Fahrstile und Untergründe passt. Modus 2 (smooth) bewirkt eine sanfte, eher traktionsfreundliche Leistungsentfaltung. Modus 3 (aggressiv) schickt die Leistung ungezügelt in vollem Umfang ans Hinterrad und eignet sich für tiefe Böden und sandige Untergründe. Modus 2 und Modus 3 können weiterhin mit dem „HRC Setting Tool“ nach Belieben modifiziert und den jeweiligen Vorlieben des Fahrers oder der Fahrerin angepasst werden. Erstmals ist die CRF 450 R optional auch mit Elektrostarter erhältlich In der CRF-Historie stellt die Aluminium-Konstruktion die insgesamt siebte Rahmengeneration dar. Entwicklungsziele waren: verbessertes Einlenk- und Kurvenverhalten, optimierte Front-End-Stabilität, mehr Traktion und präziseres Feeling am Hinterrad beim Beschleunigen. Sichtbare Änderung: Für die seitlichen Rahmenprofile wird nun geschmiedetes Aluminium verwendet, dessen höhere Festigkeit dazu beiträgt, das Feeling für die Vorderradführung als auch die Traktion am Hinterrad zu verbessern. Die torsionale Verdrehsteifigkeit des Rahmens wurde um 6,8 Prozent reduziert, die laterale Festigkeit hingegen unverändert beibehalten. Diese Rahmenmodifikation trägt zu einem verbesserten Feeling beim Kurvenfahren bei. Das Aluminium-Rahmenkonstrukt ist 270 Gramm leichter als beim Vormodell. Der Heckrahmen, jetzt aus Aluminiumguss gefertigt (vorher geschmiedetes Alu), hilft ebenfalls 225 Gramm einzusparen Die neue CRF 450 R ist mit einer voll einstellbaren 49-mm- Upsidedowngabel von Showa ausgestattet. Die herkömmliche Stahlfeder-Konstruktion entspricht einer Version, die in der japanischen MX-Meisterschaft als Factory-Gabel erfolgreich erprobt wurde. Die Gabel ist keine Evolution jener 48-mm-Gabel, die in den 2014er CRF-Modellen Anwendung fand. Die Eckdaten unterscheiden sich zu deutlich: Der Zylinderdurchmesser beträgt 25 mm (vorher 24 mm), die Dämpferstange ist mit 14 mm bemessen (statt 12,5 mm) und der Kompressionskolben misst im Durchmesser 39 mm (statt 37 mm) Weitere Modifikationen am Rahmen und der Geometrie: Die Schwerpunktlage konnte um 2,7 mm abgesenkt werden. Der Radstand ist mit 1482 mm um 11 mm verkürzt. Der Abstand von Vorderradachse zu Schwingendrehpunkt wurde um 13 mm auf 913 mm vergrößert, gleichzeitig jener von Schwingenaufnahme zur Hinterradachse um 24 mm auf 569 mm verkürzt. Gabelwinkel und Nachlauf sind mit 27.4°/116 mm (vorher 27.1°/117 mm) bemessen. Die neue CRF 450 R wiegt vollgetankt 110,6 kg Das obere Befestigungsauge am voll einstellbaren Showa- Federbein ist um 39 mm abgesenkt und die Dämpfer/Federeinheit mittig in der Maschine platziert (vorher mit 5 mm Offset). Dies wirkt sich positiv auf die Zentralisierung der Massen sowie die Stabilität bei höherem Tempo aus Die Aluminiumschwinge präsentiert sich mit 599 mm kürzer bemessen (um 18 mm) und mit dünneren Wandstärken versehen, was erlaubt, 220 Gramm Gewicht einzusparen 22 MCE April '17

Eine gelochte Wave-Bremsscheibe mit 260 mm Durchmesser, die zur effizienten Wärmeabfuhr beiträgt, verzögert am Vorderrad und wird von einer Zweikolben-Bremszange beaufschlagt. Am Hinterrad ist eine Bremsscheibe mit 240 mm Durchmesser verbaut, in Kombination mit einer Einkolben-Bremszange Die Felgendimensionen: Vorne 21 x 1,6 Zoll, hinten 19 x 2,15 Zoll. Als Bereifung sind Dunlop MX3SF and MX3S serienmäßig montiert Die CRF 450 R ist mit einem Titan-Tank mit 6,3 Litern Fassungsvermögen ausgestattet. Die Gewichtsersparnis gegenüber einem Kunststofftank beträgt 513 Gramm, was ebenfalls zur Schwerpunktabsenkung beiträgt Die neugestalteten Kunststoffteile tragen zu mehr Bewegungsfreiheit für den Fahrer bei. Schmaler präsentiert sich dazu die Frontsilhouette. Im Kühler/Tank-Bereich fällt die CRF 450 R 30 Millimeter schlanker aus als bisher. Der neugestaltete Kotflügel lenkt den Fahrtwind effizient in Richtung Kühler. Bei den Kunststoffteilen für Kotflügel und Bodywork kommt für die Graphics und das Dekor eine neue Folientechnik zur Anwendung, die schöne Optik kratzfest mit dauerhaftem Finish verbindet JEREMY SEEWER #91 MX2 WORLD CHAMPIONSHIP

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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