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Motocross Enduro Ausgabe 04/2017

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TEST: KTM 250 EXC Gute

TEST: KTM 250 EXC Gute Kurvenführung und satter Vortrieb bei der Jagd nach der besten Rundenzeit Sehr gutes Endurofahrwerk, das auch für die MX-Strecke tauglich ist Große Hindernisse sind dank drehmomentstarkem Motor kein Problem FAHRBERICHT Einstellungen Wir beginnen vor der Fahrt mit der Überprüfung der Bedienelemente. Frisch vom Werk ab ist der Lenker mit sämtlichen Armaturen passend positioniert. Der Schalthebel ist in der richtigen Höhe und nur der Fußbremshebel wird etwas höher eingestellt, damit wir im Stehen den Hebel gut bedienen können. Startverhalten KTM verzichtet nach wie vor bei den Zweitaktern nicht auf einen zusätzlichen Kickstarter, obwohl der neue elektrische Anlasser noch zuverlässiger und schneller das Motorrad startet. Das finden wir auch richtig so, denn jeder, der schon einmal mit einem defekten E-Starter zu kämpfen hatte, weiß, wovon wir reden. Das Motorrad lässt sich einfach über den Kickstarter zum Leben erwecken. Deutlich leichter und unkomplizierter geht es natürlich mit dem durchzugsstarken E-Starter. Wir zogen im kalten Zustand kurz den Choke am Vergaser und ließen den Motor kurz warmlaufen. Anschließend zwei bis drei kräftige Gasstöße und die Probefahrt konnte beginnen. In warmem Zustand braucht man keinen Choke benutzen und der elektrische Anlasser startet den Motor, auch wenn der Gang drin ist und dabei die Kupplung betätigt wird. Allgemeines Fahrverhalten Die neue flachere Sitzbank ermöglicht eine gute Sitzposition. Dazu passt das Verhältnis zum Lenker inklusive Bedienelemente hervorragend. Auch der längere Fußbremshebel führt zu einer angenehmen Haltung beim Anbremsen. Der Motor ist mit der aktuellen Abstimmung gleichmäßig zu fahren und die geringere Motorvibration ist deutlich zu spüren. Dies war beim Vorgängermodell in den Fußrasten und sogar im Lenker spürbar und gehört nun der Vergangenheit an. Die Leistungsabgabe ist in jedem Drehzahlbereich ausreichend und sorgt für einen guten Vorschub im Gelände. In Sachen Traktionsverhalten sorgt der neue Maxxis-Reifen im Zusammenhang mit dem PDF-Federbein für eine gute Performance. Maxxis hat zwar das Profil beibehalten, aber die Gummimischung optimiert, was zu einer besseren Traktion führt. Im Allgemeinen ist das Fahrwerk mit der neuen WP- Xplor-48-Telegabel und dem PDS-Federbein WP 36 MCE April '17

Pure Handlichkeit über Stock und Stein Xplor eine sehr gute Weiterentwicklung. Das Fahrwerk deckt ein breites Spektrum ab und sorgt somit für ein gutes Ansprechen, für eine hohe Stabilität und einen progressiven Dämpfungsverlauf. Letzteres ist speziell auf anspruchsvollen Strecken und bei hohen Geschwindigkeiten zu spüren. Federbein und Telegabel sind voll einstellbar und es gibt für die Telegabel optional einen Preload-Adjuster, womit die Vorspannung ohne Werkzeug angepasst werden kann. Das ist besonders bei wechselnden Streckenbedingungen sinnvoll. In Sachen Bremsleistung gibt es keine Auffälligkeiten. Beide Bremsen lassen sich sehr gut dosieren und der Druckpunkt bleibt ständig gleich. Steile Abfahrten sind damit kein Problem und lassen eine gleichmäßige Abfahrt zu. Im Hardenduro-Bereich zeigt die 250er ein tadelloses Ergebnis, pures Handling, drehmomentstarker Motor und eine perfekte Dosierbarkeit der Kupplung tragen dazu bei. Mittlerweile ist das Modell ziemlich nahe an die 300 EXC herangerückt und braucht sich definitiv speziell auf Extreme-Endurostrecken nicht zu verstecken. Wie fährt sich die KTM 250 EXC im Renntempo? Natürlich gehören auch einige Runde im Renntempo und auf der Jagd nach den besten Rundenzeiten dazu. Wir haben eine Strecke mit verschiedenen Elementen wie Crosspiste mit vielen Sprüngen und typischen Enduroanteilen präpariert. Gleich nach den ersten Runden sind wir erstaunt, wie stabil und sicher das Serienfahrwerk arbeitet. Um dennoch etwas mehr Stabilität gerade in den schnellen Passagen auf der Crosspiste zu bekommen, haben wir die Highspeed-Einstellung etwas verändert. Damit ist die Fahrwerksperformance auf einem sehr hohen Niveau, was man so nur selten oder fast gar nicht bei einem Enduroserienfahrwerk bekommen kann. Der Motor ist durchzugsstark und nur auf den sehr harten Passagen mit rutschigen Steinen ist die Dosierung der Motorleistung über die Kupplung notwendig. Ansonsten sorgt der Motor für einen gleichbleibenden Vortrieb, was sich positiv auf eine ruhige Fahrweise auswirkt. Viele kleine Steine bringen dank des guten Ansprechverhaltens des WP- Fahrwerks das Motorrad nicht aus der Bahn

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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