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Motocross Enduro Ausgabe 07/2020

Kaum zu glauben, aber mit der Juli-Ausgabe produzieren wir bereits das dritte Magazin unter erschwerten „Corona-Bedingungen“. Noch immer häufen sich die Rennabsagen- und -verschiebungen. Eine normale Saison ist nach wie vor nicht in Sicht...

TIPPS & TRICKS Welches

TIPPS & TRICKS Welches Motorrad für den Einstieg? Viel Hubraum und viel Leistung sind für den Einstieg ungeeignet, also sucht man sich ein Motorrad, das eher handlich ist und eine kontrollierbare Leistungsabgabe besitzt. Für eine erwachsene Person über 1,75 Meter Körpergröße ist eine Viertakt Enduro mit 250 ccm die beste Wahl. Falls das Körpergewicht über 90 kg liegt, können es auch gerne ein paar Kubikzentimeter mehr sein. Ausreichend sind da jedoch Viertakt-Enduros mit 300 bis 350 ccm. Für diejenigen, die mit der Körpergröße unter 1,75 Meter liegen, sind niedrigere Maschinen geeignet. Da gibt es diverse Modelle von Beta, GasGas, KTM oder Sherco. Hier drei mögliche Modelle: Beta Xtrainer, GasGas Ranger, KTM Freeride (mit E-Antrieb oder Benzin- Motor). Für Kinder ist es ebenso wichtig, ein Motorrad zu finden das passend zur Körpergröße ist. Da gibt es Modelle, die ab einem Alter von fünf Jahren gefahren werden können. Achtet darauf, dass beide Füße im Sitzen auf den Boden kommen müssen, nur dann ist ein sicheres Anhalten und Losfahren gewährleistet.

SCHNUPPERTAG Hochmotiviert und mit viel Tatendrang habt ihr das Internet durchwühlt und eine Offroadmaschine gefunden. Bevor ihr aber die ersten 1000 Euro investiert, sollte ein Schnuppertag für Motocross oder Enduro- Interessenten absolviert werden. Meistens bieten Vereine oder Trainingsanbieter wie z. B. EnduroPRO Offroad Events (Frankenberg/Sachsen) solch einen Tag an. Dort kann nicht nur das Motorrad, sondern auch die komplette Schutzausrüstung geliehen werden und ein Trainer gibt Tipps für die ersten Meter im Gelände. Nach diesem „Schnuppern“ entscheidet man sich für den Offroadsport oder eher nicht. MOTOCROSS ODER ENDURO? MOTOCROSS • Kleiner Rundkurs zwischen 750 bis 1500 Metern Länge • Strecke ist meistens mit vielen Sprüngen versehen • Viele Vereine lassen keine Gastfahrer zu • Das Motorrad besitzt keine Straßenzulassung • Die Leistungsabgabe ist deutlich brachialer • straffere und weniger komfortablere Fahrwerksabstimmung • Anschaffungskosten geringer als bei einer Enduromaschine ENDURO • Offizielle Strecken besitzen teilweise eine Streckenlänge bis zu 5000 Metern oder mehr • Es gibt auch kurze Endurostrecken, die um die Motocross-Pisten aufgebaut, dann aber meistens mit vielen Hindernissen gespickt und weniger anfängertauglich sind (vorher über das Streckenlayout informieren) • Enduros sind teurer als Motocrossmaschinen, dafür aber straßentauglich • Sanfte Leistungsentfaltung und komfortables Fahrwerk EIN NEUES ODER GEBRAUCHTES MOTORRAD? Das ist abhängig von deinem Geldbeutel ;-) Ein neues Motorrad ist meistens die bessere Wahl, jedoch kostet eine Neuanschaffung je nach Marke und Modell bis zu 10.000 Euro. Falls das Budget geringer ausfällt, dann sollte die Wahl auf eine gebrauchte Maschine fallen. Im Internet werden zwar sehr viele Modelle angeboten, jedoch weiß man nie, was einen da erwartet und ob nach der ersten Ausfahrt schon ein Schaden auftritt. Ein gebrauchtes Motorrad kauft man am besten beim nahen Händler. Er bietet dir eine Gewährleistung und du kannst davon ausgehen, dass deine ersten Schritte im Offroad keine große Enttäuschung werden. Es muss auch nicht das neueste Modell sein, wenn das Motorrad nach Serviceplan nachweislich gepflegt wurde, dann kann es ruhig auch zehn Jahre auf dem Buckel haben. Achtet jedoch darauf, was wir unter „Welches Motorrad für den Einstieg?“ geschrieben haben. Es wäre falsch, 500 Euro weniger auszugeben, nur weil die 450-ccm-Maschine günstiger ist als das 250-ccm-Modell. Wenn du dich für den Offroadsport entschieden hast, dann nimmst du dir mal Google Maps vor und suchst mal nach „Motocross“ oder „Enduro“. Je nachdem, wo dein Wohnort ist, gibt es offizielle Motocross- oder Endurostrecken. Ein wildes Herumfahren auf Feldern oder in den Wäldern ist nicht erlaubt und bringt früher oder später eine Menge Ärger! Deshalb unbedingt auf eine offizielle Strecke in der Umgebung achten. Wenn du in der Nähe nur Motocrossstrecken zur Verfügung hast, dann solltest du dich mit dem Motocrosssport anfreunden. Die meisten Motocross-Strecken, können nur als Vereinsmitglied befahren werden. Fragt beim Verein an, ob ein Schnuppertag möglich ist und welche Aufgaben jedes Vereinsmitglied zu erledigen hat, danach entscheidet euch für/ gegen den/die Verein/Strecke. Die Motocross-Motorräder sind äußerlich kaum zu den Enduromaschinen zu unterscheiden. Sie haben jedoch statt einer Lampenmaske nur eine Nummerntafel und besitzen keine Straßenzulassung. Ein Unterschied ist jedoch in der Motorleistung und am Fahrwerk spürbar. Ersteres ist deutlich kräftiger und drehfreudiger als ein Enduromotorrad. Beim Fahrwerk ist die Abstimmung deutlich härter und weniger komfortabel gegenüber den Enduros. MOTOCROSS ENDURO 51

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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