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Motocross Enduro Ausgabe 10/2016

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Hierzulande leider immer noch ein Thema, das oft nur eine Randnotiz erhält. Die Rede ist von Ken Roczen und seiner sensationellen Karriere in den USA. Der Thüringer sicherte sich vor wenigen Wochen mit einem souveränen Doppelsieg beim vorletzten Aufeinandertreffen der US-Motocross-Elite in Mechanicsville vorzeitig den Titel der US-Amerikanischen Motocross-Meisterschaft...

TEST: KTM 300 EXC

TEST: KTM 300 EXC Fahrbericht Ein Motorrad für das ganz grobe Gelände Die Strecke vom SHC Meltewitz bietet genau das Richtige für unseren KTM-300-EXC-Test. Hier sind die richtig groben Hindernisse vorhanden und auch lange steile Auffahrten müssen wir mit dem Motorrad bewältigen. Für ein besonderes Highlight sorgt eine Auffahrt mit diversen Felsbrocken a là Carl’s Diner, wie wir es vom Erzberg her kennen. Wieder schauen wir uns zuerst die Bedienelemente an und brauchen diesmal nichts an den Einstellungen vorzunehmen. Der Lenker ist in der hinteren Position vormontiert, was uns entgegenkommt und genügend Druck auf das Vorderrad bringt. 34 MCE Oktober '16 Leo darf zuerst auf die Piste und kommt schon nach wenigen Metern bestens zurecht. Das Motorrad startet zuverlässig mit dem neuen durchzugsstarken Anlasser, besitzt aber nach wie vor zusätzlich einen Kickstarter. Leo fährt spielerisch über die ersten Elemente und ist vom Handling äußerst angetan. Ein kurzer Gasstoß und hoch geht das Vorderrad, ein wenig Kontrolle über die Kupplung und schon ist man über den fetten Baumstamm gesprungen. Leo hat ein breites Grinsen im Gesicht und ist sichtlich angetan vom Motorrad. Auf der staubtrockenen Crossbahn ist eine ruhige Fahrweise angebracht und dank des kräftigen Drehmoments auch unproblematisch. Man muss sich nur daran gewöhnen, eher einen hohen Gang zu nutzen und damit stabiler und ruhiger zu fahren. Falls die Leistungsabgabe dennoch zu kräftig sein sollte, ist es möglich, über den Mappingschalter, der bei unserem Testmotorrad auf der rechten Lenkerseite vormontiert war, die schwächere Mappingstufe zu wählen. Damit ist die Leistungsentfaltung geringer und eine kontrolliertere Fahrweise ist möglich. Von Anfang an fällt uns die geringere Vibration des Zweitakters auf (KTM spricht hier sogar von 50 % geringer). Das ist viel angenehmer für die Füße und für die Hände, die dadurch weniger der ständigen Vibration ausgesetzt sind. Zurück auf die Piste geht es über Stock und Stein und wir achten genauer auf die Eigenschaften des Fahrwerks. Ähnlich wie auch schon bei der Viertakter sprechen Telegabel und PDS-Stoßdämpfer tadellos an. Wir haben einzig, nach vielen Runden, etwas die Highspeed-Einstellung am Stoßdämpfer angepasst und fühlen damit ein direkteres und stabileres Fahren. Das Fahrwerk bietet genug Potenzial, um auf der Crosspiste schnelle Runden zu drehen, ohne dabei schwammig zu wirken. Erstaunlich, wie breit das einstellbare Spektrum der Telegabel ist. Man kann,

ohne innere Veränderungen vorzunehmen, ein sehr weiches oder gar ein sehr progressives Fahrwerk mit wenigen Klicks realisieren. Auch der optional erhältliche Preload- Adjuster ist eine tolle Lösung, um noch mehr von außen an den Eigenschaften der Telegabel zu feilen. Die Paradedisziplin ist wohl der Extreme-Endurobereich. Hier glänzt die 300 EXC mit einem fast schon perfekten Handling und einem Motor, der im ganz unteren Drehzahlbereich eine enorme Traktion aufbaut. So ist es möglich, eine Auffahrt zu meistern, wo die meisten anderen Hubraumklassen wegen des fehlenden Drehmoments schon lange aufgeben müssen. Wir meistern eine Auffahrt nach der anderen und gerade die extrem steilen und kaum griffigen Passagen lassen sich mit diesem Motorrad ganz knapp über das Standgas und mit schleifendem Kupplungseinsatz bewältigen. Hier kommt uns auch die niedrigere Sitzbank entgegen, man kommt mit dem Fuß besser auch mal auf den Boden. Einfach Klasse! Auf der anderen Seite geht es wieder steil hinab und diesmal sind die Bremsen gefragt. Die Brembo-Bremsen sind sehr gut zu dosieren und lassen ein äußerst kontrolliertes Bergabfahren zu. Zu guter Letzt begeben wir uns noch in die schwere Felsauffahrt und wollen es genau wissen. Wir fahren in die steinige Auffahrt, bis nach zirka 30 Metern eine 90-Grad- Kurve nach rechts im Hang gefahren werden muss. Hier können wir die 300er spielerisch mit viel Gefühl am Kupplungsschleifpunkt bewegen. Ein Fuß bleibt damit auf der Fußraste und bringt so den nötigen Druck aufs Hinterrad, denn nun müssen wir über mehrere Felskanten kommen. Jetzt legen wir den ersten Gang ein und fahren im unteren Drehzahlbereich und mit einem sehr guten Traktionsaufbau (ja, wir fahren mit einem Maxxis-Reifen) über diese Passage. Der Maxxis-Hinterreifen ist eine Neuentwicklung und bietet hier erstaunlichen Grip. Genau für solche Passagen braucht man eine 300er, meinen wir, und freuen uns, diese Passage so gut gemeistert zu haben.

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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