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Motocross Enduro Ausgabe 6/2016

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Auf Abwegen Auf Abwegen deshalb, weil wir unsere Rennklamotten in dieser Ausgabe gegen eine Lederkombi getauscht haben. Der Grund dafür waren schlicht gesagt drei Zahlen – 701. Wir hatten bereits in der vergangenen Ausgabe das Vergnügen, den Enduroableger von Husqvarnas Einzylindermodell zu testen. Heuer gesellt sich die äußerst sportliche Supermotovariante hinzu. Die Traditionsmarke möchte ihr Engagement im Onroadsektor künftig natürlich erweitern und genau hier wurde mit der 701 Supermoto ein erster Schritt gemacht...

TEST: HUSQVARNA 701

TEST: HUSQVARNA 701 SUPERMOTO Zündkurven Drei Zündkurven sind verfügbar und können über einen Schalter unter der Sitzbank eingestellt werden. Je nach Fahrbedingungen und Untergrund können Fahrer zwischen den Motoreinstellungen „Standard“, „Soft“ und „Advanced“ wählen. Mit dem als optionales Extra im Husqvarna Motorcycles-Zubehör erhältlichen, am Lenker zu montierenden Zündkurvenschalter kann der Fahrer sogar während der Fahrt zwischen den Zündkurven wechseln. Die 701 bietet außerdem eine Bad-Fuel-Zündkurve, die es dem Motor erlaubt, selbst mit 80-Oktan-Benzin wirtschaftlich zu laufen. So nimmt das Abenteuer niemals ein Ende, selbst in den abgelegensten Gegenden der Welt, wo der Kraftstoff oft von minderer Qualität ist. Antihopping-Kupplung Die APTC-Antihopping-Kupplung von Adler (Adler Power Torque Clutch) erlaubt höhere Geschwindigkeiten, wenn man in eine Kurve einfährt oder aus einer Kurve herausfährt, weil sie die Haftfähigkeit des Hinterrads beim harten Beschleunigen maximiert und gleichzeitig Instabilitäten und ein Stempeln des Hinterrads beim harten Anbremsen des Kurvenscheitelpunkts verhindert. Endschalldämpfer Im Gesamtdesign integriert wurde der Enddämpfer aus rostfreiem Stahl, dabei bleiben Geräuschniveau und Emissionswerte niedrig. 28 MCE Juni '16 TESTFAHRT Die ersten warmen Tage im Jahr sind da und wir haben die neue Husqvarna 701 Supermoto am Start. Die Lederkombi ist schnell übergezogen und los geht unsere Testfahrt im schönen Erzgebirge. Nach einigen Kilometern sind die Reifen warm gefahren und wir können uns ein wenig mehr trauen als nur zu cruisen. Aber der Reihe nach, die 701 Supermoto bietet eine angenehme Fahrhaltung ohne ermüdend zu wirken. Die Armaturen benötigen keine Änderungen und lassen sich gut bedienen. Einzig das Getriebe lässt sich unter Last etwas hakelig hochschalten, was aber mit Kupplungseinsatz kein Problem darstellt. Insgesamt bietet der Lenker im Zusammenhang mit der Sitzbankhöhe einen guten Fahrtkomfort und selbst wenn man es sportlich mag, kommt man mit diesen Einstellungen bestens zurecht. Zurück auf dem Asphalt zeigt uns die 701er, wo der Hammer hängt. Den Gashahn richtig aufgedreht und wir bewegen uns zügig auf dem Hinterrad vorwärts. Vor der nächsten Kurve schalten wir runter und greifen beherzt in die Vorderbremse, hier ist die Fahrsicherheit enorm hoch, dank Anti-Hopping- Kupplung und neuestem ABS-System. Egal, ob wir langsam, schnell oder auch bei nassen Bedingungen unterwegs sind, das Motorrad lässt sich nicht aus der Bahn bringen und bietet in Sachen Fahrstabilität und Sicherheit ein sehr hohes Niveau. Der Einzylindermotor bietet für den Gelegenheitsfahrer sowie auch für den ambitionierten ein breites Spektrum. Die 701 kann ruhig mit niedrigen sowohl auch mit höheren Drehzahlen auf dem Asphalt bewegt werden. Was natürlich eine Vielzahl von Supermoto-begeisterten Piloten anspricht. Das Handling, gerade im schnellen Kurvenwechsel, ist dank des Leistungsgewichts agil, ohne dabei auf eine sehr gute Fahrstabilität verzichten zu müssen. Das ist auch genau das, was eine Supermoto ausmacht – schnell, agil und fahrstabil. Die Ride-by-Wire-Gasdrehgriff-Technologie ist zuverlässig und lässt sich kompromisslos dosieren. Egal in welcher Gasposition man sich befindet, die Steuerung ist leichtgängig und jede kleine Bewegung wird direkt auf die Motordrehzahl übertragen. Zu guter Letzt möchten wir noch auf das Fahrwerk eingehen. Bei einer Supermoto erwartet man ein straffes, schon fast komfortloses Fahrwerk. Nicht so bei der Husqvarna 701 Supermoto, hier schaffte man es, den nötigen Komfort bei schlechten Straßen etc. zu erhalten und dennoch bei gewählt zügiger Fahrweise einen progressiven Fahrwerksverlauf zu integrieren. Das freut uns besonders, da wir viele Kilometer mit einer normalen Geschwindigkeit unterwegs waren, ohne ständig harte Schläge über das Fahrwerk zu bekommen. Im Gegensatz bot uns die 701 Supermoto unter hohem Tempo ein direktes und erstaunlich straffes Fahrwerk beim Anbremsen und bei einem schnellen Richtungswechsel, ohne „schwammig“ zu wirken. Im Gesamteindruck ist die Husqvarna 701 Supermoto ein sportlich aussehendes Motorrad, was einen guten Komfort zu bieten hat und dennoch auf der normalen Asphaltstraße sowie auch auf der Supermotostrecke zu Hause ist. Die hohen Technologiestandards sind vorbildlich und zeigen, dass Husqvarna mit dem 701-Einzylinder-Modell auf höchstem Niveau agiert.

Eine hohe Fahrstabilität zeigt uns die 701 Supermoto in den Kurven Kurvige Straßen sind das richtige Milieu ... Spielereien, wie hier ein kurzer Burnout, machen sichtlich Spaß :-) Schnell geht die leichte Einzylinder aufs Hinterrad Wir hatten unseren Spaß und sind begeistert von den Fahreigenschaften der Husqvarna 701 Supermoto

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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