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Motocross Enduro Ausgabe 8/2016

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  • Husqvarna
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Japan, Spanien, Österreich Hallo liebe MCE-Leser, wir waren in dieser Ausgabe wieder hunderte von Kilometern auf Achse, um euch zahlreiche Testberichte präsentieren zu können. Beginnen wollen wir in Japan. Nein, diesen weiten Weg haben wir dann doch nicht auf uns genommen, aber das folgende Bike hat seinen Ursprung in diesem Land. Die Rede ist von Hondas nagelneuer Africa Twin, einem Bike, das legendäre Wurzeln besitzt. Die original Africa Twin setzte zu ihrer Zeit Maßstäbe und galt als „das Travelbike schlechthin“. Und genau dort will man mit der aktuellen Modellvariante wieder hin. Um dem Spirit klassischer Reiseenduros treu zu bleiben, wurde bewusst auf elektronischen „Schnickschnack“ verzichtet. Tempomat & Co. sucht man an diesem Motorrad vergeblich und das ist gut so.

TEST: HUSQVARNA TC 125

TEST: HUSQVARNA TC 125 FAHRBERICHT Ach wie schön ist so ein kleines handliches Motorrad, denken wir uns beim Ein- bzw. Ausladen der Husqvarna TC 125. Dieses Modell wiegt laut Herstellerangaben inklusive vollem Tank gerade einmal 94 Kilogramm. Das ist ein satter Gewichtsunterschied zu allen anderen Hubraumklassen im Motocrossbereich. Angekommen auf dem MX-Testgelände, genauer gesagt auf der Motocrosspiste des MVL Leubsdorf e.V., überprüfen wir die Armaturen auf die passenden Positionen. Hier ist alles am rechten Platz und wir brauchen keine Anpassung für unsere Größe (1,80 Meter) vornehmen. Eine Aufgabe mehr müssen wir aber vor der Testfahrt dennoch überprüfen und zwar den richtigen Luftdruck in dem linken Gabelholm der neuen WP- AER48-Telegabel. Die Gabel ist uns schon von den KTM-Motocrossmodellen bekannt und besitzt wohl auch dieselben Eigenschaften. Der linke Gabelholm muss vor jeder Fahrt den passenden Luftdruck, und zwar genau 8,2 bar, haben, ansonsten ist die allgemeine Progression, was der ehemaligen Federrate entspricht, nicht korrekt. Wichtig ist dabei, den Luftdruck im entlasteten Zustand zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Bei unserem Testmotorrad mussten wir keine Anpassung durchführen, da der Druck genau beim geforderten Maß lag. Hierbei ist zu beachten, dass im Stand kaum eine Änderung beim Einfedern spürbar ist. Also ist eine Änderung an der Einstellung erst auf der Strecke beim Fahren spürbar. Nun geht es aber los und wir starten die kleine 125er Maschine. Bei einer Außentemperatur von zirka 23 Grad ist der Choke nicht nötig und ein kurzer Tritt auf den ziemlich kleinen Kickstarter erweckt den Motor zum Leben. Kurz warm laufen lassen und drei bis vier kräftige Gasstöße und raus geht es auf die Piste. Knapp zwei Runden zum Einfahren ist genug und wir drehen ab der dritten Runde den Gashahn auf „Laut“. Erst kommt eine lange Gerade, in der der 125-ccm-Motor mit seinen 40 PS zeigen kann, was in ihm steckt. Der Motor dreht sauber bis in den hohen Drehzahlbereich und die Getriebeabstufung ist von einem Gang zum nächsten tadellos. Abbremsen, denn jetzt geht es in eine schnelle Linkskurve. Die Bremsleistung ist, wie schon im letzten Jahr, vorbildlich und beide Bremsen lassen sich sehr gut dosieren. Mit dem zweiten Gang zieht das kleine Motorrad kräftig durch die Kurve und es muss nur wenig mit der Kupplung die Beschleunigung kontrolliert werden. Der Blick geht nach vorn und eine Sprungkombination mit drei schnellen Tables liegt vor uns. Das Fahrwerk bleibt hier sehr stabil und bietet einen stabilen Absprung sowie eine sichere Landung mit genügend Reserven an der Hinterrad- sowie Vorderradfederung. Wohl gemerkt, wir haben nichts an der Druck- bzw. Zugstufeneinstellung am Fahrwerk geändert und sind mit der Serieneinstellung unterwegs. Jetzt kommt eine Sektion mit drei kurzen sowie engen Kurven, die mit Spurrillen gespickt sind. Hier ist die TC 125 in ihrem Element, äußerst handlich und zielsicher steuern wir durch diese Passage. Kaum ein Wegrutschen des Vorderrades, sondern eine Stabilität, wie es fast nicht besser sein könnte. Weiter geht es über einen ausgefahrenen Streckenteil mit Anbremswellen, einer tiefen Kurvenspurrille und vielen Beschleunigungskanten. Hier bewegen wir uns im Stehen nach hinten, stabilisieren so unsere Haltung und können dank guten Ansprechverhaltens der WP-Fahrwerkselemente das Motorrad in der Spur halten. Aber wir denken uns, es könnte noch etwas besser laufen, stoppen kurz in der Boxengasse und optimieren die Zugstufe an der Telegabel und am Stoßdämpfer. Wir drehen nur drei Klicks auf Minus und fahren erneut auf die Strecke. Klasse, jetzt arbeitet das Enge Kehren und Kurven sind das Metier der TC 125 Äußerst handlich zu bewegen und zu kontrollieren 20 MCE August '16 5 Punkte gibt es wieder bei der Bremsleistung, dank Brembo-Bremsanlage

Der 125-ccm-Motor wird jetzt von einem Mikuni-TMX-Vergaser gefüttert und sorgt für eine gleichmäßige und durchzugsstarke Performance Auch beim Start lässt die TC 125 nichts anbrennen, außer vielleicht den Boden ;-) Fahrwerk schneller und wir können zügiger und stabiler über die ausgefahrenen Passagen fahren. Nach vielen, vielen Runden auf der Motocrosspiste ziehen wir unser Fazit und möchten uns bei Husqvarna Deutschland für die Bereitstellung des Motorrades bedanken. Was ist uns noch aufgefallen? Die Reifenkombination Dunlop Geomax MX-3S bietet trotz empfohlenem Einsatzgebiet „Schlamm-, Gras-, Lehmboden“ auch auf trockenem bis hartem Boden gute bis sehr gute Fahreigenschaften. Damit lässt sich die TC 125 sehr spurtreu und kontrolliert über den Par- cours bewegen. Auch der Mikuni-Vergaser zeigt durchweg eine solide Leistung. Er sorgt für ein direktes Ansprechverhalten und das auch schon im unteren und mittleren Drehzahlbereich. • Testfahrer: Marko Barthel; Fotos: Marco Burkert MOTORRAD REIFEN REIFEN MAXXCROSS EN Optimaler Grip bei höchsten Belastungen www.maxxis.de

Motocross Enduro / Ausgaben 2014-2020

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